Clubmeisterschaften 2026: Sportlicher Kampf gegen die Elemente

Vom 28. bis 30. August fanden im Golf-Club an der Schlei e.V. die diesjährigen Clubmeisterschaften statt. Das sportliche Highlight des Jahres wurde in diesem Jahr allerdings zu einer echten Geduldsprobe für alle Beteiligten, da das Wetter extrem ungemütlich war.

Herausfordernde Bedingungen für Spieler und Spielleitung

Bereits der Samstag war von anhaltendem Regen geprägt, doch der Sonntag forderte den Teilnehmern noch mehr ab. Neben heftigem Starkregen machte ein böiger Wind das Spiel auf dem Platz schwer. Die Wetterlage war zeitweise so extrem, dass das Turnier am Sonntag zweimal für jeweils eine Stunde unterbrochen werden musste. Die Startzeiten verschoben sich dadurch weit nach hinten. Um den Platz überhaupt bespielbar zu halten, war die Spielleitung unermüdlich im Einsatz und musste die Grüns zwischenzeitlich mit Wasserschiebern von großen Pfützen befreien.

Die Ergebnisse der offenen Klasse

In der Herrenkonkurrenz spielte Momme Marquardt gewohnt sehr gute Runden. Vor allem im zweiten Durchgang am Samstag gelang ihm trotz des einsetzenden Regens eine starke 72er-Par-Runde. Diese brachte ihm den entscheidenden Vorteil für den Finalsonntag gegen seinen schärfsten Konkurrenten Nico Hetzel. Mit einem knappen Vorsprung von lediglich zwei Schlägen gingen die beiden Kontrahenten in die dritte Runde. 

Die Herren blieben am Sonntag weitgehend vom ganz großen Wetterchaos auf dem Platz verschont, mussten allerdings Geduld beweisen, da sich ihre Startzeit durch die Unterbrechungen um zwei Stunden nach hinten verschob. Auf der Runde hätte es dann kaum enger sein können: Auf den ersten neun Bahnen konnte sich Momme noch einen weiteren Schlag Vorsprung herausarbeiten, büßte diesen Vorsprung auf den anspruchsvollen Back Nine jedoch wieder ein. Am Ende behielt er die Nerven und verteidigte seinen Clubmeistertitel mit zwei Schlägen Vorsprung vor Vizemeister Nico Hetzel. Tim-Hendrik Borchert komplettierte das Podium auf dem dritten Platz, nachdem er am Samstag mit einer hervorragenden 70er-Runde im ersten Durchgang geglänzt hatte. 

Bei den Damen blieb es nach den beiden Samstagsrunden extrem eng. Claudia von Grundherr-Weber startete am Samstagmorgen mit einer hervorragenden 85 in das Turnier. Die zweiten 18 Löcher am Nachmittag verliefen jedoch durchwachsen: Auf der Bahn 14 musste sie eine 11 auf der Scorekarte notieren, sodass sie die zweite Runde mit 96 Schlägen beendete. 

Dies nutzte die Konkurrenz: Britta Stork behielt am Samstag mit Runden von 90 und 92 Schlägen die Konstanz und holte in der zweiten Runde vier Schläge auf. Damit ging sie mit nur einem einzigen Schlag Rückstand in den Schlusstag. Auch Pia Habicher hielt Anschluss: Nach einer beeindruckenden 88 im ersten Durchgang und einer anschließenden 96 blieb sie in Schlagdistanz zur Spitze. Somit starteten die besten drei Damen am Sonntag mit einem minimalen Abstand von insgesamt nur drei Schlägen in das Finale. 

Am Sonntag bewies Claudia von Grundherr-Weber dann ihre Klasse. Sie steckte die langen wetterbedingten Verzögerungen am besten weg, absolvierte die dritte Runde mit starken 87 Schlägen und sicherte sich damit die Clubmeisterschaft mit einem deutlichen Vorsprung vor Britta Stork und Pia Habicher. 

Die Altersklassen im Überblick

In den einzelnen Altersklassen wurden ebenfalls solide Ergebnisse erzielt:

AK 30: Das Teilnehmerfeld in der Alterklasse 30 bei den Damen war übersichtlich. 3 Teilnehmerinnen spielten um den Titel. Pia Habicher machte von Beginn an klar, dass der Titel nur über sie geht. MIt insgesamt 189 Schlägen dominierte sie die Klasse und wurde mit deutlichem Vorsprung vor Pauline Möhrstädt und Solvej Kitter Jensen Meisterin in der AK 30. Bei den Herren ging es deutlich enger zu. Lasse Markhoff sicherte sich am Ende mit einem Schlag vor Moritz Wesemann und Philipp Geil den Titel in dieser Klasse. Danach sah es am Sonntag Morgen noch nicht aus. Als 4. ging Markhoff in die zweite Runde, konnte aber mit seiner 77er Runde die bis dahin Führenden auf die Plätze verweisen.

AK 50: Bei den Damen konnte Stephanie Zilch hinter Claudia von Grundherr-Weber den Wettbewerb noch offen gestalten. 2 Schläge Rückstand auf die Führende ließen alle Möglichkeiten am Sonntag den Titel noch zu gewinnen. Aber auch Britta Strock konnte sich mit 5 Schlägen Rückstand noch Hoffnungen auf den Sieg machen. Doch am Sonntag wurde klar, dass Claudia von Grundherr-Weber auch in dieser Klasse nicht zu schlagen ist. Sie brachte eine sehr gute 87 ins Clubhaus, während Zilch und Storck Runden von 95 und 94 drehten. Claudia von Grundherr-Weber sicherte sich souverän den Titel in der AK 50. In der Herrenkonkurrenz ging Thomas Kallinich nach seiner sehr guten 85 am Samstag mit 2 Schlägen Vorsprung in die zweite Runde. Lars Schipp spielte eine tolle 87 und war der nächste Verfolger. Andreas Zons machte sich mit 3 Schlägen Rückstand noch berechtigte Hoffungen auf den Titel. Am Sonntag war gegen die bestechende Leistung von Andreas Zons kein Kraut gewachsen. Er spielte eine grandiose 79 und distanzierte den Zweitplatzierten Thomas Kallinich deutlich. Kay Gellert konnte noch an Lars Schipp vorbei ziehen und sicherte sich den 3. Platz.

AK 65: Anne Mette Jensen gewann die Damenwertung. Beide Runden waren deutlich besser, als die der direkten Konkurentinnen. Traute Rüchel-Plöhn sicherte sich mit 25 Schlägen Rückstand den Vizetitel, Petra Winter benötigte noch einmal 4 Schläge mehr. In der Herrenkonkurrenz ging es bis zum Ende deutlich enger zu. Nach den ersten 18 Löchern lage Weise mit 5 Schlägen vor Hans-Jürgen Plöhn, auf dem dritten Platz folgte Thomas Jundel, der 99 Schläge benötigte. Am Sonntag konnte Plöhn zwar noch 2 Schläge aufholen, dennoch holte sich Frank Weise hochverdient den Meistertitel, während Hans-Jürgen Plöhn den zweiten Platz belegte. Joachim Reusch konnte sich mit einer sehr guten Runde am Sonntag noch den 3. Platz sichern.

AK70: Die gemischte Konkurrenz der Altersklasse 70 spielte ihre Meisterschaft über zwei Runden aus und musste ebenfalls den nasskalten Bedingungen trotzen. Hier gab es ein denkbar knappes Finish: Karl-Heinz Sötje gewann den Meistertitel mit insgesamt 187 Schlägen. Nur einen einzigen Schlag dahinter folgte Sabine Damm mit 188 Schlägen auf dem zweiten Platz. Petra Masolle komplettierte das Feld mit 197 Schlägen auf Rang drei.

Dank an alle Helfer

Ein großes Dankeschön gilt in diesem Jahr ganz besonders dem Greenkeeping-Team und der Spielleitung. Ihr unermüdlicher Einsatz mit den Wasserschiebern im Dauerregen hat den Abschluss des Turniers überhaupt erst möglich gemacht. Auch die Clubgastronomie verdient ein Lob, da sie den durchnässten Spielern in den Pausen und nach den Runden einen trockenen Zufluchtsort bot.

Wir gratulieren allen Clubmeistern und Platzierten herzlich zu ihren gezeigten Leistungen unter diesen schwierigen Bedingungen.